Typisch Serbisch!

Ich muss ja zugeben, ich hatte wenig Vorstellung davon, wie es im Balkan und speziell in Serbien und Belgrad sein würde. Vielleicht ähnlich wie in Prag?

Am Ende bin ich sehr positiv überrascht von dem Land, der Freundlichkeit der Menschen, und der Unkompliziertheit was das Reisen angeht (Na gut, die Anbindung und das Wissen über die Nationalparks könnte etwas besser sein, aber das ist eine andere Geschichte).

Hier geht es jetzt erst einmal um Eindrücke und vielleicht sogar Klischees. Eigentlich bin ich kein Fan von Verallgemeinerungen, aber sie helfen manchmal eine Vorstellung zu schaffen. Was könnte man also als typisch serbisch bezeichnen?

1. Fleisch ist typisch serbisch

Es gibt viel Fleisch – jeden Tag und zu jeder Mahlzeit. Cevapcici ist die Leibspeise, gefolgt vom Pljeskavica, dem serbischen Burger-Patty. Auf der Hochzeit musste gleich ein ganzer Ochse dran glauben. Die Serben wissen, wie man es zubereitet: Gegrillt oder gesmokt – es hat immer super geschmeckt. Zur Abwechslung gibt es auch mal frischen Fisch aus der Donau.

gegrillter Ochse Serbien Hochzeit
Ein Ochse zur Hochzeit

2. Klimaanlagen sind typisch serbisch

Klimaanlagen prägen das Stadtbild in Belgrad. Im Gegensatz zu den modernen Läden, die eine coole Mischung aus Café/Bar und Second Hand-Shop darstellen, bilden sie mit den verlassenen Gebäuden den Kontrast zur hippen und lebendigen Hauptstadt. Für einen kühlen Aufenthaltsraum nimmt das Auge den Klimaanlagen-Anblick auf den Straßen aber gerne in Kauf.

Häuserwand in Belgrad, Streetart
Klimaanlagen und Streetart

3. Musik ist typisch serbisch

Live und laut muss sie sein, extrem laut. Was im süßen, touristischen Viertel Skadarlija in Belgrad etwas übertrieben rüberkommen mag, ist purer Ernst. Es gehört einfach zum gemütlichen und/oder wilden (Tanz-) Abend dazu: Trompeten, Kontrabass, Ziehharmonika, Geige, Gitarre und Gesang. Eins ist gewiss: Die Serben können richtig feiern.

Serbische Hochzeit. Einzug in die Kirche.

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4. Gemütlichkeit ist typisch serbisch

Es ist Sonntag. Wir sind auf einer kleinen Donauinsel. Dort sitzen alte Herren mit Bart und trinken Sliwowiz – um 12 Uhr mittags. Die Familien reisen mit ihren eigenen kleinen Booten an und schlagen ihr Tageslager auf. Auch in der Hauptstadt verschlägt es die Menschen an die Flusspromenade: Eis Essen, Spazieren gehen, einfach das Leben genießen.

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Ich könnte noch ewig weitere Eigenschaften aufzählen: Serben sind generell sehr hilfsbereit, ehrlich, trinken viel starken Mocca-Kaffee und produzieren guten Wein – klingt doch nach dem perfekten Urlaubsland 😀

Ward ihr schon einmal in Serbien oder im Balkan unterwegs? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Soweit eine kleine Einführung in meinen Balkan-Trip. Bald wird es bestimmt auch noch einen Artikel über meine OutZeit-Aktivitäten geben. 🙂

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