Abenteuerlich aktiv & kitschig schön: Winterurlaub im Dachstein Salzkammergut

Schneeschuhwandern ist schon eine besondere Wintersportart: Man benötigt keine großen Vorkenntnisse und bis auf die Schneeschuhe keine spezielle Ausrüstung, keine präparierten Pisten und auch keine Skilifte. Es ist das winterliche Pendant zum Wandern, macht großen Spaß und kann auch abenteuerlich werden.

Das alles haben wir bei einer Wanderung mit Waldpädagogin Betty im Dachstein Salzkammergut erfahren. Neben Schneeschuhwandern bietet die Weltkultur- und -naturerbe Region einiges an sanftem Wintertourismus fernab der Piste…

Schneeschuhwandern mit Betty auf der Hornspitze

Morgens treffen wir Betty am Hornspitz- Express, schummeln uns mit der Gondel bis zur Hornspitz hinauf, überqueren die Skipiste und tauchen ein in das Gosauer Winter-Wonder-Land.

Vier Meter Neuschnee und die Hausdächer auf Augenhöhe – wer hier einen Schritt ohne Schneeschuh wagt, steckt bis zur Hüfte im weißen Pulverschnee.

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Die erste kleine Hürde ist ein Bachlauf, der sich seinen Weg durch den tiefen Schnee zieht. Hier hat Betty bereits im Voraus einen Übergang geschaufelt. Bei der Überquerung sollen wir einmal genauer hinsehen: Durch das Wasser und die Wärme formen sich kristallartige Eiszapfen. Doch nicht nur die begegnen uns auf unserer Tour: Wenn man genauer hinsieht glitzern vereinzelt Schneekristalle an den Bäumen und einzigartige Schneeflocken auf unseren Wanderstöcken.

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Was für uns nach einfachen Flechten aussieht, ist in Wahrheit ein Hinweis auf ziemlich gute Luftverhältnisse. Ein weiteres Zeichen dafür, dass wir hier in einer besonderen Gegend sind, verrät die Schwarz-Erle. Sie wächst vorzugsweise in feuchten und sumpfartigen Gebieten und weist auf eine Moorlandschaft hin. Das erklärt auch die weiten Schneefelder, über die wir bis zum nächsten Waldabshnitt stapfen.

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Abseits der Piste im Dachstein Salzkammergut

Abseits der Piste sind nur wir vier unterwegs. Leise rieselt der Schnee auf die unberührte Winterlandschaft. Die einzigen Spuren können wir einem Fuchs und einem Reh zuordnen. Wir genießen die absolute Stille und saugen die wunderschöne Landschaft auf. Ein magischer Ort hier oben. Er wirkt verlassen und friedlich um diese Jahreszeit.

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Talgang statt Talfahrt

Abenteuerlich wird es beim heruntergehen. Wir wollen nicht mehr in die Gondel steigen und favorisieren den Abstieg der 700 Höhenmeter auf unseren Schneeschuhen. Erst schlittern wir in großen Schritten, dann probieren wir kleine Sprünge. Nach etwas Übung gleiten wir förmlich den Berg hinunter – auch wenn der ein oder andere zwischendurch weich auf dem Hintern landet. Auch Betty freut sich über experimentierfreudige und neugierige Gäste. Nicht jeder sei so fit, sagt sie. Uns allen hat es großen Spaß gemacht mit ihr unterwegs zu sein und viel über die Natur zu lernen.

 

Sanfter Wintertourismus: Vielfältige Angebote im Dachstein Salzkammergut

Schlittenfahrt auf der Trockentann Rodelbahn in Bad Goisern

Wer denkt, rodeln ist was für Kinder, der sollte sich schleunigst vom Gegenteil überzeugen. Ich wusste ja, dass es Spaß macht, aber konnte mich auch nicht mehr so ganz daran erinnern. An der Trockentann Rodelbahn in Bad Goisern angekommen, schnappt sich jeder einen Schlitten. Diese stehen unten an der Rodelbahn gratis zur Verfügung. Dann stapfen wir wieder durch eine märchenhafte Schneelandschaft die Rodelpiste hinauf. Anders als bei vielen Rodelbahnen, die in einem Skigebiet an die Skilift-Infrastruktur angebunden sind, muss man hier aus eigener Kraft den Schlitten rund 40 Minuten und 300 Höhenmeter hinaufziehen. Wer nach 13.00 Uhr die Tour Antritt, hat die Gelegenheit oben in der Rodelhütte einzukehren und sich für die Abfahrt zu stärken. Die Aussicht auf die umliegenden Berge ist wirklich toll.

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Dann kann die Abfahrt starten. Die Rodelbahn kommt einem plötzlich spiegelglatt vor und der Schlitten nimmt richtig Fahrt auf. Wie bei allem ist die Abfahrt viel zu kurz. Rund 10 bis 15 Minuten später sind wir wieder am Ausgangspunkt, aber die Mühen beim Aufstieg haben sich gelohnt.

Weitere Infos:

  • Zwischen 12.00 und 13.00 Uhr sowie 17.30 und 19.00 Uhr ist die Rodelbahn wegen Anliegerverkehr gesperrt.
  • Es gibt sowohl eine beleuchtete als auch eine unbeleuchtete Rodelbahn.
  • Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer, wobei ich sie schon sehr sehr schnell fand und anspruchsvoll zu bremsen. Mit jungen Kindern auf jeden Fall einen Schlitten teilen.
  • Mehr Infos gibt es hier.

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Gosau aus einer anderen Perspektive: Aussichten aus einem Pferdeschlitten

Schon im Thüringer Wald war ich skeptisch was Kutschfahrten betrifft. Nach der Ankunft in Gosau hat mich die Neugier doch gepackt – immerhin gehören die Pferde zum traditionellen Transportmittel der örtlichen Forstwirtschaft. Wo Traktoren keinen Zutritt in steile Wälder haben, können Pferde Baumstämme transportieren, ohne große Schäden anzurichten.

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Die Kutschfahrt ist eine gute Gelegenheit, um sich einen Überblick über den Ort und seine schöne Natur zu verschaffen: Der Blick auf das Dachsteinmassiv, die Langlaufbahn, mehrere Kirchtürme, Angelteiche und die zahlreichen Bäume in ihren Winterkleidern. Die Kutschfahrt durch den Wald ist magisch und einen Absacker zum warmwerden gibt es obendrauf. Frischer Kaiserschmarrn in der Kohlstatthütte – blinkender Hirsch rundet den Ausflug ab, bevor es zurück zum Hotel geht.

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Gosauer Loipe

Gosau zählt als Langlauf-Paradies. Mit über 50 Kilometern Loipe, verschiedenen Routen und Schwierigkeitsstufen ist für jeden was dabei. Während des Langlaufs hat man ebenfalls eine tolle Aussicht auf die umliegende Berglandschaft. Diesmal habe ich es noch nicht versucht, aber Langlauf steht auch auf meiner Wintersport-To-Do-Liste 🙂

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Was ist Eure liebste Winteraktivität? Welche Art von sanften Wintertourismus habt ihr schon ausprobiert?

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Hinweis: Ich wurde von Best of Winter und dem Tourismusverband Dachstein Salzkammergut zu diesem Wintererlebnis eingeladen. Meine persönliche Meinung wurde davon natürlich nicht beeinflusst. 

 

2 Antworten auf „Abenteuerlich aktiv & kitschig schön: Winterurlaub im Dachstein Salzkammergut

  1. Wunderschöne Bilder…. und ich finde das gar nicht kitschig. Muss ehrlich sagen, dass mir der Schnee in diesem Jahr ein wenig gefehlt hat. Hier bei uns war fast immer alles grau bzw. grün.

    Liebe Grüße aus Limburg,

    Jörg vom Wanderblog Outdoorsuechtig

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    1. Danke Jörg 🙂 Kitschig war eigentlich nur die Pferdeschlittenfahrt im Sonnenuntergang 😍 hehe aber ein schönes Erlebnis. Statt Schnee bist du bald in Spanien – auch super 🙂 Winterurlaub dann vielleicht im nächsten Jahr?! Viele Grüße Simone

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