Segelboote im Hafen, Norwegen, Stongfjorden

Segeln in Norwegen: Gen Horizont mit Wind und Motor

Weiter geht’s mit dem Norwegen-Abenteuer bei der #Fjorchallenge 2016.

Ich habe euch ja schon von meinen Mitreisenden, unserem schönen Basecamp in Stongfjorden, der grandiosen Radtour und meinen Grenzerfahrungen beim Kajaken erzählt. (Noch nicht gelesen? >> hier entlang!)

Der zweite Bericht handelt von unserem Segelabenteuer mit Captain Ray, der nicht nur zu verführerischen Sail&Hike Trips mit seinem Boot einlädt, sondern auch noch sein herrliches norwegisches Traumhaus für Urlaub in Stongfjorden vermietet.

Es ist einer dieser Tage, die man von Bergen erwartet, die uns aber bisher erspart geblieben sind: Es ist kalt & nass. November-Wetter im August. Trotzdem wollen wir weitere Abenteuer erleben und steigen auf das Segelboot. Klingt – wie ich finde – zunächst unspektakulärer als es tatsächlich ist. Aber Segeln ist Balsam für jede Outdoor-Seele.

Meine ersten Segelerfahrungen

Als Kind bin ich öfter mit dem Freund meiner Oma auf dem Rursee in der Eifel gesegelt. Bei den Schieflagen und Segelerfahrungen, die ich in meinem Leben schon hatte, weiß ich, dass die Wasseroberfläche beim Segeln näher rücken kann, als einem lieb ist. Wie gesagt, bei diesen Erfahrungen handelt es sich um den Rursee – ich war winzig klein und der See schien wie das weite Meer 😀 Umso gespannter bin ich auf den Ausflug mit unserem britischen, und so natürlich auch äußerst charmanten Seemann Ray.

Segelnboot mir Koje, Norwegen
Segeln in Norwegen. Foto: Simona @simazo

Gen Horizont: Mit Wind, Wasser und manchmal Motor

Die wichtigste Voraussetzung für unseren Segeltrip: WIND. Und den haben wir – nicht. Wie gesagt, es regnet ohne Ende, ohne dass ein Lüftchen weht.

Trotzdem steigen wir hochmotiviert auf das Boot. Ich mag kleine Wohnräume, die vielmehr praktisch als schön eingerichtet und trotzdem so gemütlich sind. Ich fühle mich gleich wohl in der Kabine und aufgrund des Wetters bevorzuge ich erst einmal das Innere des Bootes und erkläre mich selbst als erste Kapitänsassistenz wenn es ums Tee-Kochen geht.

Gute Laune bei Wind und Wetter
Gute Laune bei (wenig) Wind und Wetter. Foto: Simona @simazo

Aber wir sind ja alle Outdoorler und wollen endlich unsere Regenausrüstung testen, die wir zum Teil extra für Norwegen angeschafft haben. Also nichts wie an Deck. Mittlerweile kommt etwas Wind auf. Wir erreichen 5 Knoten und kehren Stongfjorden für einen Nachmittag den Rücken zu. Einer von uns übernimmt das Steuer solange, bis die Finger erfroren sind. Dann ist der/die nächste an der Reihe. Ray und Timo ziehen die Segel, wir packen mit an, wo es nur geht. Als die Segel gesetzt sind, wird die Musik lauter gedreht und leise mitgesungen. Wir fahren Richtung Horizont.

Die Crew, Stongfjorden, Norwegen
Die Crew.

Der Horizont ist so weit, der Fjord so groß und der Wind schon wieder verschwunden. Nach c.a. 2 Stunden haben wir den Stongfjord immer noch nicht verlassen und wir drehen bei 0,4 Knoten um, schmeißen den Motor an und Steuern unser Basecamp an.

Segeln mit Blick auf unsere Wanderroute

Die Mannschafts-Dynamik und die klasse Arbeitsteilung haben mir bei diesem Trip am Besten gefallen, sowie die Lieder, die Ray gesungen hat, und die leuchtenden Augen von Timo, der vielleicht den ein oder anderen Moment mal in Gedanken bei seiner Atlantik-Überquerung war. Außerdem: Wir sind dort entlanggesegelt, wo wir am Tag zuvor 700m über dem Fjord gewandert sind – wir sehen die Gipfel, die wir erklommen haben, während wir im Rauschen der Wellen mit unserem Boot Spuren im Wasser ziehen – im Wasser, welches wir gestern bei unserer Wanderung nur aus der Ferne beobachten und kein bisschen hören konnten.

Bootsspuren im Wasser, Norwegen
Bootsspuren im Wasser. Foto: Bianca @ lebedraussen.de

Es war ein Regentag, der kaum hätte schöner sein können! Nachdem wir uns aufgewärmt haben, haben wir noch ein wenig das Dorf und seine umliegende Natur erkundet. Wer denkt, wir könnten nie genug vom Draußen Sein bekommen, hat nur teilweise Recht. Ein klein wenig musste uns Timo schon überreden noch einmal in die nasse Kälte zu gehen – aber wir sind froh, dass er das geschafft hat, denn es kam auch mal kurz die Sonne raus 🙂

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Einen weiteren Bericht über den Segeltrip könnt ihr bei Bianca @ lebedraussen.de finden.

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