Abenteuerlust im Redoute bei der BANFF-Tour 2014

DSCI0138Nach der E.O.F.T. kam am Montag die BANFF MOUNTAIN FILMFESTIVAL WORLD TOUR 2014 nach Passau. Ganz angetan von Outdoor-Filmen, Extremsportlern und verrückten Ideen, haben wir uns dieses Event natürlich nicht entgehen lassen.

 

Anders als bei der E.O.F.T., und daher überraschend, waren die Kurzfilme, die an sich nicht direkt was mit einer konkreten Sportart zu tun hatten, sondern vielmehr mit der Geschichte und der Umwelt, die wir für unsere Leidenschaft beanspruchen. 

 

Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass Feuer und Schnee so gut zusammen harmonieren können, dass sich abgebrannte Wälder in eine glühende Märchenwaldlandschaft für Freeskier  verzaubern lassen? Die Magie des Films „The Burn“ haben wir zwar den Visual Effects zu verdanken; Die gute Musik und die einzigartigen Bilder machen ihn trotz Fake definitiv sehenswert!

 

Sehr berührend war die Story über die humorvolle Elisabeth Hawley, die in Nepal mehr als 50 Jahre lang Daten und Fakten über ca. 80.000 Expeditionen im Himalaya sammelte, selbst jedoch noch nie einen Berg bestiegen hat. Allein durch ihre unzähligen Interviews kennt sie das Himalaya-Gebirge besser als mancher Bergsteiger.

 

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Sehr informativ und besorgniserregend zugleich war die Reportage über den geplanten Bau von Wasserkraftwerken in Patagonien, was eine immense Bedrohung für die unberührte Natur darstellt. Für die Stromversorgung im Norden sollte vielmehr Solarenergie genutzt werden, die bei rund 350 Sonnentagen im Jahr viel effizienter bezogen werden kann.

 

Aber auch sportlich gesehen hatte die BANFF-Tour einiges zu bieten – von Mountainbiking im Steinernen Meer bis zum Freeriding, in freizügigster Form die Piste runter.

Schwindelfrei musste man definitiv bei „The Last Great Climb“ sein, wo sich der britische Alpinist Leo Houlding mit seinem Team die Besteigung des 2930m hohen Ulvetanna in der Antarktis zum Ziel gesetzt hat. Durch den sehr steilen Aufstieg wird der Berg auch „Wolfszahn“ genannt und ist selbst für die Profikletterer bei -30°C und ohne Sicherungsmöglichkeiten eine riesen Herausforderung. Ein spannendes Abenteuer, das den Award für den besten Climbing Film der BANFF-Tour auf jeden Fall verdient hat.

 

DSCI0119Großen Respekt verdienen auch Alex Honnold und Cedar Wright für „Sufferfest“. Innerhalb von drei Wochen radeln die beiden 1200km durch Kalifornien und besteigen 15 über 4000m hohe Gipfel der Sierra Nevada. Zwar sind die Beiden Profis im Klettern, mit dem Radfahren haben sie bisher jedoch nicht so viel Erfahrung. Aber statt der Schmerzen von sonnenverbrannten Schenkeln und wunden Hintern bleiben natürlich vielmehr die grandiosen Sonnenuntergänge, die besten Lagerplätze und die schönsten Augenblicke auf dem Gipfel in Erinnerung.

 

Wer die Show in Passau verpasst hat, kann laut Gipfelglück noch den Zusatztermin in München wahrnehmen. Auf jeden Fall lohnenswert!

 

+ Tolle Bilder, gute Stories, Spitzensportler

+ Viele Hintergrundinformationen über natürliche Ereignisse

– Insgesamt weniger Action als bei der E.O.F.T.

 

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