Parkplatz mit Aussicht: Kattang Nature Reserve, Australien

Australien: Familien-Roadtrip an der Ostküste

Australien, das Land weiter Wüstenlandschaften um den Ayers Rock, bunter Unterwasserwelt im Great Barrier Reef, zahlreichen Traumständen, wildhüpfenden Kangaroos, dem Opera House in Sydney, und und und.

Wenn ich an Australien denke, habe ich sofort viele Bilder im Kopf. Und trotzdem hatte ich kaum eine Vorstellung davon, wie das Leben und Reisen dort sein würde.

4.692 Kilometer und 22 Tage später bin ich um viele Erfahrung reicher und völlig fasziniert vom Land…

Badehäuser Brighton Beach in Melbourne, Australien
Brighton Beach in Melbourne

Wieso eigentlich Australien?

Mein Bruder studiert seit letztem Jahr in Melbourne und deshalb sollte das Weihnachtsfest 2017 in Sommerklamotten, mit Eltern und Bruder im Gepäck, in einem Bulli irgendwo an der Ostküste Australiens stattfinden.

Der Roadtrip kann beginnen…

Gedankenverloren packe ich vor der Reise meinen Backpack. Ich und Roadtrip? Eigentlich bewege ich mich doch am liebsten zu Fuß fort. Wie soll ich nur täglich ein paar Stunden im Auto aushalten? Mein Fazit danach: Es macht so viel Spaß aus dem Fenster zu schauen und die abwechslungsreiche Natur zu beobachten, zu Lesen (Zigarettengespräche mit Helmut Schmidt), Musik zu hören (überwiegend The War on Drugs) und die Seele baumeln lassen. So ein richtig befreiendes Urlaubsgefühl kommt bei einer interessanten Landschaft also auch im Auto zustande.

Roadtrip entlang der Ostküste Australiens
Blick aus dem Fenster: Irgendwo an der Ostküste Australiens

Auch wenn es eine logistische Herausforderung war, Gepäck und Lebensmittel in einem sechs Meter kurzen Gefährt unterzubringen, so haben wir diese Prüfung am Ende doch mit Bravour bestanden. Auch wenn es ein paar kleine familiäre Kabbeleien gibt, für diese lukrative Flexibilität teile ich auch gerne drei Wochen ein zu kleines und manchmal viel zu warmes Zelt mit meinen Bruder.

Parkplatz mit Aussicht: Kattang Nature ReserveMittagspause in Peynesville vor der Koala-Insel Raymond Island
Mittagspause in Peynesville vor der Koala-Insel Raymond Island
Rückbank im Bulli (Toyota)
4.692 Kilometer mit Mama auf der Rückbank

Camping in Australien: Caravanparks und Barbecues

In den Caravanparks und besonders zur Weihnachtszeit begegnet man besonders vielen australischen Familien, die Urlaub machen, oder einheimischen Rentnern, die ihren „Australian Dream“ leben, indem sie auf vier Rädern durch das Heimatland reisen, oder sich in einer kleinen Campinganlage mit Pool niederlassen.

Camping unter Palmen, Ostküste Australiens
Camping unter Palmen

Australier sind die Camping-Meister schlechthin. Noch nie habe ich so gut ausgestattete Camping-Lager gesehen: Riesen-Familienzelte, eigene Duschkabinen und sogar Solarpanels gehören zur Grundausstattung. Autodachzelte, die ich auf Messen in Deutschland immer nur belächelt habe, sind scheinbar Teil des Durchschnitt-Haushaltes, genauso wie der Jeep mit Allradantrieb. Zu Weihnachtszeit werden zudem zahlreiche Lichterketten und Lametta antransportiert, die den ganzen Wald zum leuchten bringen. 🙂

Da können wir überhaupt nicht mithalten und fühlen uns am Inskip Point ein bisschen wie die absoluten Beginner auf diesem Gebiet. Den abgelegenen Camping-Tipp* fern des Trubels am Rainbow Beach haben wir von Caroline. Sie ist Australierin und fährt mit zwei Katzen, Hund und Vogel in ihrem umgebauten Schulbus „Tigger“ durchs ganze Land. Obwohl unser angefahrener Stellplatz eigentlich für jedes Fahrzeug freigegeben ist, versacken wir im Sand und müssen den Kastenwagen mit aller Kraft herausziehen. Ohne Stromaggregat, Solarpanels und Barbecue hätten wir neben den australischen Profis ganz schön alt ausgesehen, wären da nicht die Ressourcen der Natur: Holz sammeln, Feuer machen und viel Geduld beim Maiskolben-Garen:

*Trubelig ist es hier nur in den australischen Sommerferien um die Weihnachtszeit. Wir waren allerdings die einzigen ausländischen Touristen.

Fazit Roadtrip Australien

Die Infrastruktur ist wirklich erste Sahne. Mit der App WikiCamps Australia kann sich jeder seinen Campingplatz nach Wunsch-Komfort zusammenstellen: Mit Dusche und Barbecue, in Küstennähe, keine Krokodilgefahr und Lagerfeuer erlaubt – das klingt doch nach dem perfekten Stellplatz 😉

Hier hat man eine große Auswahl von kostenfreien Stellplätzen bis hin zu bezahlpflichtigen Caravanparks.

Ostküste – nur etwas für Backpacker?

Ich muss sagen, ich hatte ein wenig Vorurteile was Australien als weltbekanntes Urlaubsziel angeht, aber ich fand die Ostküste in Hinblick auf das bunte Reisepublikum viel angenehmer als erwartet. Die Hotspots sind gut besucht – viele junge Leute bereisen das Land, aber auf den Campingplätzen trifft man sehr unterschiedliche Reisende und besonders viele Deutsche 😉 Aufgrund der vielen beeindruckenden Sehenswürdigkeiten empfinde ich die Ostküste als einen Reiseort für jede Altersklasse!

Unsere Campingplätze und Caravanparks auf der Tour

  • Mission Beach Hideaway Holiday Village – sehr schöne gepflegte Anlage mit Pool, direkt am weiten Strand.
  • Rowes Bay Holiday Park – gegenüber von Magnetic Island: Beides gut besuchte Orte. Tipp für die Insel: Feste Schuhe mitnehmen um auf dem Koala-Wanderweg besser vor Schlangen geschützt zu sein. Der schönste Strand der Insel: Alma Bay.
  • Nambour Rainforest Holiday Village – Umgeben von einem kleinen Urlwald, mit vielen Vögeln und anderen Tieren. Hier waren wir ein paar Nächte zu Besuch. Während meine Eltern im Australien Zoo Fotos mit Kangaroos machten, erlebte ich Australiens Tierwelt vom Kanu aus: Ein Abenteuer mit Experientia Sunshine Coast kann ich Euch wirklich empfehlen.

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  • Ingenia Holiday Kingscliff 
  • Inskip Point Recreation Area – Kurz vor dem touristischen Fraser Island unser wohl wildester Aufenthalt ohne Strom, ohne Barbecue. Dafür ist Feuermachen erlaubt (s.o) und außerhalb der australischen Sommerferien gehört er auch zu den ruhigeren Plätzen am Rainbow Beach. Nur der Strand ist nicht der allerschönste.
  • Bellinger River Tourist Park – super freundliche Parkbesitzer, die uns noch spontan aufgenommen haben. Der Campingpark liegt direkt am Fluss und nicht weit von Bellingen – neben süßen Lädchen und gutem Eis kann man hier zur Abenddämmerung viele Tausende Flughunde in Aktion bestaunen. Wirklich ein sehenswertes Spektakel.
  • Jervis Bay Holiday Park – Wir hatten Glück und hatten einen Stellplatz direkt am Fluss. Der Barbecue-Bereich ist wirklich modern und sauber.

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